Wissenswertes rund um Hundeernährung und Hundefutter

Informative Blogbeiträge

In diesem Blog teile ich mein Wissen aus der Praxis als Hundetrainerin und Ernährungsberaterin für Hunde. In meiner täglichen Arbeit mit Hunden und ihren Haltern begegnen mir immer wieder ähnliche Probleme: überdrehte Welpen, empfindliche Verdauung, Durchfall oder Wachstumsprobleme. Häufig spielt dabei die Ernährung eine entscheidende Rolle.

Viele industriell hergestellte Futtermittel enthalten hohe Anteile an Kohlenhydraten oder minderwertige Proteinquellen. In diesem Blog geht es deshalb um natürliche Hundeernährung, hochwertige Zutaten im Hundefutter und typische Ernährungsprobleme bei Hunden.

Du findest hier praktische Tipps aus der Hundeschule, Hintergrundwissen zur Hundeernährung und hilfreiche Informationen für Hundehalter, die ihre Hunde bewusst, natürlich und hochwertig ernähren möchten.

13. März 2026

Futterumstellung beim Welpen – Schritt für Schritt zum neuen Futter

Viele Hunde, die über längere Zeit ausschließlich mit Fertigfutter – besonders Trockenfutter – gefüttert wurden, reagieren anfangs zurückhaltend auf neues Futter. Das betrifft vor allem Hunde, die auf eine natürlichere Ernährung umgestellt werden sollen, zum Beispiel auf:

  • BARF (Rohfütterung)
  • Trockenbarf (getrocknetes Rohfutter)
  • selbst gekochtes Hundefutter
  • Nassfutter (Dose oder Wurst)

Der Hund kennt häufig nur den Geschmack seines bisherigen Futters und ist an die enthaltenen Lockstoffe gewöhnt. Deshalb braucht der Verdauungstrakt Zeit, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen.

Eine langsame Ernährungsumstellung über etwa 10 bis 14 Tage hat sich in der Praxis bewährt.

Warum eine langsame Futterumstellung wichtig ist

Der Verdauungsapparat des Hundes reagiert empfindlich auf plötzliche Veränderungen. Wird das Futter zu schnell gewechselt, kann es zu Verdauungsproblemen kommen.
Typische Reaktionen können sein:

weicher Kot oder Durchfall
Blähungen
Futterverweigerung
Unruhe nach dem Fressen

Deshalb sollte das neue Futter schrittweise eingeführt werden.

Umstellungsempfehlung bei drei Mahlzeiten täglich

Tag 1–2

morgens
1/3 des Tagesbedarfs bisheriges Futter

mittags
1/3 des Tagesbedarfs bisheriges Futter

abends
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter

Zwischen den beiden Futterarten sollte eine Pause von 15–20 Minuten liegen, damit der Verdauungstrakt nicht überlastet wird.

Tag 3–4

morgens
1/3 bisheriges Futter

mittags
1/3 bisheriges Futter

abends
1/3 neues Futter

Wenn der Hund keinen Durchfall zeigt, kann die Umstellung wie geplant fortgesetzt werden.

Tag 5–7

morgens
1/3 bisheriges Futter

mittags
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter

Zwischen den Futtersorten wieder 15–20 Minuten Pause einhalten.

abends
1/3 neues Futter

Tag 7–9

morgens
1/3 bisheriges Futter

mittags
1/3 neues Futter

abends
1/3 neues Futter

Tag 10–12

morgens
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter

(15–20 Minuten Pause zwischen den Futtersorten)

mittags
1/3 neues Futter

abends
1/3 neues Futter

Ab Tag 13

Der Hund erhält ausschließlich das neue Futter.

Nach etwa 14 Tagen gilt die Ernährungsumstellung als abgeschlossen.

Durchfall während der Umstellung

Während einer Futterumstellung kann es gelegentlich zu leicht weicherem Kot kommen. Das ist meist unproblematisch und normalisiert sich schnell wieder.

Wichtig ist jedoch, auf Veränderungen zu achten.

Wenn der Durchfall:

  • eine auffällige Farbe bekommt
  • sehr stark riecht
  • länger anhält

sollte die Ursache genauer betrachtet werden. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Umstellung langsamer vorzunehmen oder das Futter noch einmal zu überprüfen.

Wenn der Hund das neue Futter nicht frisst

Manche Hunde lehnen neues Futter zunächst ab, weil die gewohnten Lockstoffe fehlen. Es gibt jedoch einige einfache Tricks, die helfen können.

Hilfreich kann sein:

  • das Futter leicht lauwarm anzubieten, da es dann stärker riecht
  • den Futterplatz zu verändern
  • den Napf zu wechseln

Besonders Kunststoffnäpfe können Gerüche aufnehmen, während Edelstahlnäpfe häufig einen eigenen Geruch haben.

Schon kleine Veränderungen können helfen, dass der Hund das neue Futter besser akzeptiert.

Fazit

Eine Ernährungsumstellung beim Hund sollte immer langsam und mit einem klaren Plan erfolgen. So kann sich der Verdauungstrakt Schritt für Schritt an die neue Nahrung anpassen.

Mit etwas Geduld gewöhnen sich die meisten Hunde gut an eine neue Fütterung – besonders dann, wenn sie aus hochwertigen und gut verträglichen Zutaten besteht.

Zurück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Bei der Übermittlung Ihrer Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Sicherheitsüberprüfung

Ungültiger Captcha-Code. Versuchen Sie es erneut.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.