13. März 2026
Futterumstellung beim Welpen – Schritt für Schritt zum neuen Futter
Viele Hunde, die über längere Zeit ausschließlich mit Fertigfutter – besonders Trockenfutter – gefüttert wurden, reagieren anfangs zurückhaltend auf neues Futter. Das betrifft vor allem Hunde, die auf eine natürlichere Ernährung umgestellt werden sollen, zum Beispiel auf:
- BARF (Rohfütterung)
- Trockenbarf (getrocknetes Rohfutter)
- selbst gekochtes Hundefutter
- Nassfutter (Dose oder Wurst)
Der Hund kennt häufig nur den Geschmack seines bisherigen Futters und ist an die enthaltenen Lockstoffe gewöhnt. Deshalb braucht der Verdauungstrakt Zeit, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen.
Eine langsame Ernährungsumstellung über etwa 10 bis 14 Tage hat sich in der Praxis bewährt.
Warum eine langsame Futterumstellung wichtig ist
Der Verdauungsapparat des Hundes reagiert empfindlich auf plötzliche Veränderungen. Wird das Futter zu schnell gewechselt, kann es zu Verdauungsproblemen kommen.
Typische Reaktionen können sein:
weicher Kot oder Durchfall
Blähungen
Futterverweigerung
Unruhe nach dem Fressen
Deshalb sollte das neue Futter schrittweise eingeführt werden.
Umstellungsempfehlung bei drei Mahlzeiten täglich
Tag 1–2
morgens
1/3 des Tagesbedarfs bisheriges Futter
mittags
1/3 des Tagesbedarfs bisheriges Futter
abends
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter
Zwischen den beiden Futterarten sollte eine Pause von 15–20 Minuten liegen, damit der Verdauungstrakt nicht überlastet wird.
Tag 3–4
morgens
1/3 bisheriges Futter
mittags
1/3 bisheriges Futter
abends
1/3 neues Futter
Wenn der Hund keinen Durchfall zeigt, kann die Umstellung wie geplant fortgesetzt werden.
Tag 5–7
morgens
1/3 bisheriges Futter
mittags
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter
Zwischen den Futtersorten wieder 15–20 Minuten Pause einhalten.
abends
1/3 neues Futter
Tag 7–9
morgens
1/3 bisheriges Futter
mittags
1/3 neues Futter
abends
1/3 neues Futter
Tag 10–12
morgens
1/6 bisheriges Futter
1/6 neues Futter
(15–20 Minuten Pause zwischen den Futtersorten)
mittags
1/3 neues Futter
abends
1/3 neues Futter
Ab Tag 13
Der Hund erhält ausschließlich das neue Futter.
Nach etwa 14 Tagen gilt die Ernährungsumstellung als abgeschlossen.
Durchfall während der Umstellung
Während einer Futterumstellung kann es gelegentlich zu leicht weicherem Kot kommen. Das ist meist unproblematisch und normalisiert sich schnell wieder.
Wichtig ist jedoch, auf Veränderungen zu achten.
Wenn der Durchfall:
- eine auffällige Farbe bekommt
- sehr stark riecht
- länger anhält
sollte die Ursache genauer betrachtet werden. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Umstellung langsamer vorzunehmen oder das Futter noch einmal zu überprüfen.
Wenn der Hund das neue Futter nicht frisst
Manche Hunde lehnen neues Futter zunächst ab, weil die gewohnten Lockstoffe fehlen. Es gibt jedoch einige einfache Tricks, die helfen können.
Hilfreich kann sein:
- das Futter leicht lauwarm anzubieten, da es dann stärker riecht
- den Futterplatz zu verändern
- den Napf zu wechseln
Besonders Kunststoffnäpfe können Gerüche aufnehmen, während Edelstahlnäpfe häufig einen eigenen Geruch haben.
Schon kleine Veränderungen können helfen, dass der Hund das neue Futter besser akzeptiert.
Fazit
Eine Ernährungsumstellung beim Hund sollte immer langsam und mit einem klaren Plan erfolgen. So kann sich der Verdauungstrakt Schritt für Schritt an die neue Nahrung anpassen.
Mit etwas Geduld gewöhnen sich die meisten Hunde gut an eine neue Fütterung – besonders dann, wenn sie aus hochwertigen und gut verträglichen Zutaten besteht.
