Wie viel Futter braucht mein Hund wirklich?
Bei BARF und selbst zubereiteten Mahlzeiten lässt sich die benötigte Futtermenge relativ gut über das Körpergewicht des Hundes bestimmen. Auch bei Nassfutter aus dem Handel kann eine solche Fütterungsempfehlung sinnvoll sein – vorausgesetzt, das Futter hat eine vergleichbare Zusammensetzung und einen ähnlichen Energiegehalt.
Im Handel erhältliches Hundefutter unterscheidet sich jedoch teilweise erheblich in seiner Zusammensetzung. Wassergehalt, Fleisch- und Proteinanteil, Fettgehalt, Kohlenhydratanteil und die verwendeten Zutaten können von Produkt zu Produkt stark variieren. Deshalb kann man nicht einfach sagen: Ein Hund mit 20 kg braucht grundsätzlich eine bestimmte Menge Hundefutter am Tag.
Ein Hund, der täglich mehrere Stunden aktiv ist, hat einen anderen Energiebedarf als ein gemütlicher Familienhund. Ein Welpe benötigt eine andere Futtermenge als ein ausgewachsener Hund und auch im Seniorenalter verändert sich der Bedarf häufig wieder. Deshalb sind Angaben auf einer Verpackung immer nur ein Richtwert.
Entscheidend ist nicht allein, wie viele Gramm Futter im Napf liegen. Entscheidend ist, wie viel Energie und welche Nährstoffe in diesen Gramm tatsächlich enthalten sind und wie gut der Hund sie verwerten kann.
Qualität macht einen Unterschied
Gerade beim Vergleich verschiedener Nassfutter kann die empfohlene Menge deutlich voneinander abweichen. Ein Futter mit einem hohen Wasseranteil enthält pro 100 Gramm weniger konzentrierte Nährstoffe und Energie als ein Futter mit geringerem Wassergehalt. Auch der Fettgehalt beeinflusst den Energiegehalt deutlich.
Ebenso wichtig ist die Zusammensetzung der tierischen und pflanzlichen Bestandteile. Zwei Futtersorten können beispielsweise beide als Nassfutter bezeichnet werden und trotzdem sehr unterschiedliche Mengen an Fleisch, Innereien, Fett, Kohlenhydraten und Wasser enthalten.
Deshalb sollte man bei der Frage nach der richtigen Futtermenge nicht nur auf die Grammzahl schauen, sondern darauf, was sich tatsächlich in der Ration befindet.
Anouvelle setzt bei seinen Menüs auf einen hohen Anteil an Fleisch und Innereien. Alle Anouvelle-Sorten enthalten über 90 % Fleisch und Innereien. Damit lässt sich gut zeigen, dass die Futtermenge immer im Zusammenhang mit der Zusammensetzung betrachtet werden muss.
Die richtige Futtermenge erkennst du auch am Hund
Eine Fütterungsempfehlung kann niemals die individuelle Beobachtung des Hundes ersetzen. Das Körpergewicht, die Figur, die Aktivität und die Entwicklung des Hundes zeigen, ob die gewählte Menge tatsächlich passt.
Bleibt dein Hund bei seinem Gewicht und hat eine gute körperliche Kondition, ist die Futtermenge in der Regel passend. Nimmt er bei gleichbleibender Aktivität zu, sollte die Menge entsprechend angepasst werden. Bei besonders aktiven oder sehr schlanken Hunden kann dagegen eine höhere Futtermenge erforderlich sein.
Auch Veränderungen im Alter oder im Gesundheitszustand können den Bedarf beeinflussen.
Deshalb sind Fütterungsempfehlungen keine starren Vorgaben, sondern ein Ausgangspunkt, der an den individuellen Hund angepasst werden muss.
Was bedeutet das für die tägliche Fütterung?
Die Frage „Wie viel Futter braucht mein Hund?“ lässt sich deshalb nicht allein mit einer Zahl beantworten.
Zunächst muss man wissen, welches Futter gefüttert wird und wie es zusammengesetzt ist. Danach kommen die individuellen Faktoren des Hundes hinzu: Körpergewicht, Alter, Aktivität und Haltungsbedingungen.
Die Grammzahl auf der Verpackung ist also nur ein Teil der Information. Erst im Zusammenhang mit der Zusammensetzung des Futters und dem individuellen Energiebedarf lässt sich beurteilen, ob die gefütterte Menge für einen bestimmten Hund passend ist.
Das ist auch der Grund, warum sich Fütterungsmengen verschiedener Futtersorten nicht einfach miteinander vergleichen lassen. Eine Empfehlung von 400 g pro Tag sagt ohne Kenntnis der Zusammensetzung wenig darüber aus, ob diese Menge für einen bestimmten Hund tatsächlich ausreichend oder zu viel ist.
Anouvelle als Beispiel für eine einfach kalkulierbare Ernährung
Anouvelle wird in Deutschland hergestellt und verwendet einen hohen Anteil an Fleisch und Innereien. Alle Anouvelle-Sorten enthalten über 90 % Fleisch und Innereien. Die Menüs sind als Alleinfuttermittel konzipiert und enthalten die für eine ausgewogene Ernährung notwendigen ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe.
Dadurch lässt sich die tägliche Futtermenge anhand der vorhandenen Fütterungsempfehlungen zunächst einfach bestimmen und anschließend an den individuellen Bedarf des Hundes anpassen.
Als Tierernährungsberaterin halte ich eine solche Orientierung für sinnvoll: Eine Fütterung muss nicht kompliziert sein, sollte aber immer zum jeweiligen Hund und zum verwendeten Futter passen.
Wenn du Anouvelle bisher noch nicht kennst und erst einmal ausprobieren möchtest, welche Sorte deinem Hund am besten schmeckt, eignet sich dafür die Gourmet-Auswahl GRANDE. Darin kannst du verschiedene Anouvelle-Menüs kennenlernen, ohne dich direkt auf eine einzelne Sorte festlegen zu müssen.
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Fütterungsempfehlung auf einen Blick: Ausgewachsene Hunde: 100–200 g pro 5 kg Körpergewicht täglich · Welpen und Junghunde bis ca. 10 Monate: 200–300 g · Senioren: 100–150 g. Immer ausreichend frisches Trinkwasser bereitstellen.
